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Sekundäre Fibromyalgie nach Borrelioseerkrankung


Die chronifizierte Problematik einer Lyme-Borreliose (chronische Borreliose) ist für den Betreffenden ein nicht unerheblicher psychischer und gleichzeitig auch somatischer Stressfaktor. Genau hier entsteht nun in solchen Fällen recht häufig ein Zustand, der eine Fibromyalgie-Erkrankung sozusagen triggert (auslöst). Nach heutigem Konsens von Fibromyalgie-Experten kann man die Fibromyalgie quasi als „Stressfolgekrankheit“ verstehen. Ist eine eindeutige Vorerkrankung, wie in diesem Fall die chronische Borreliose gesichert, so kann man die sich aus dieser Grundkrankheit sich weiter entwickelnden Fibromyalgie als sekundäre Fibromyalgie bezeichnen. Dieser Terminus ist inzwischen auch in der Literatur hinlänglich bekannt und stellt ein eigenes Krankheitsproblem dar. Unglücklicherweise verlaufen beide Krankheiten mit ähnlichen, sich überschneidenden Störmustern. Selbst für einen sehr erfahrenen Kenner beider Krankheitsbilder ist es daher manchmal schwierig, in einigen Fällen sogar unmöglich, einzelne Funktionsstörungen der einen oder anderen Krankheit eindeutig zuordnen zu können. Eines darf an dieser Stelle festgestellt werden: Die chronische Borreliose verläuft in aller Regel mit typischen Schüben, wobei Phasen mit geringeren Krankheitszeichen sich abwechseln mit Phasen von massiven Schüben. Im Gegensatz dazu findet sich bei der Fibromyalgie in aller Regel ein kontinuierliches Verhalten der Störmuster ohne auf und ab der einzelnen Intensitäten. Bei der chronischen Borreliose erwartet man im späten Stadium häufig eine Veränderung an den Akren (Extremitätenenden) im Sinne einer Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA).

© 2013 Dr. med. Thomas Laser
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